Bett Rituale

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Bett Rituale im Familienbett

Das Bett, insbesondere wenn es ein Familienbett ist, kann ein Ort sein, an dem Sie als Familie feste Rituale etablieren. Das gilt natürlich vor allen Dingen für das Wochenende, wenn alle etwas mehr Zeit haben. Unter der Woche werden sich die Rituale eher auf Aufstehrituale und Einschlafrituale beschränken.

1. Ausschlafen

Vielleicht kommt es Ihnen nicht als wirkliches Bett-Ritual vor. Aber gerade, wenn Sie unter der Woche immer früh aufstehen müssen, kann es sehr entspannend sein, einfach mal etwas Schlaf nachzuholen – sofern Ihre Kinder das mitmachen. Aber gerade im Familienbett, wenn es sehr kuschelig ist, kann das sogar funktionieren. Am besten ist es immer, wenn Sie Ihren Kindern solche Dinge erklären. Sagen Sie ihnen, dass es unter der Woche, wenn sie in die Schule oder den Kindergarten gehen, morgens immer schnell gehen muss und dass Sie wirklich gerne etwas länger schlafen würden. Sie können den Kindern auch erlauben, schon leise aufzustehen und spielen zu gehen, so dass Sie Ihre Bett-Rituale für das Wochenende später gemeinsam fortsetzen können. Sie müssen ja nicht bis zum Mittagessen schlafen, aber ein wenig länger als sonst darf es schon sein. Probieren Sie hier ruhig ein wenig aus, was Ihnen und Ihren Kindern gleichermaßen guttut.

2. Kuscheln

Kaum etwas lässt den Tag so entspannt starten wie eine gemeinsame Kuschelrunde im Familienbett. Dazu dürfen die Kinder sogar einmal zwischen den Eltern liegen. Ziehen Sie gegebenenfalls den Rollladen schon etwas nach oben, damit der Tag langsam startet. Auch hier ist wieder Fingerspitzengefühl gefragt: Wer braucht wie lange als Kuscheleinheit und ab wann wird es zu viel?

3. Ein Buch lesen

Für kleinere Kinder eignen sich Wimmelbücher, für größere Kinder dürfen es ruhig Geschichten sein. Nehmen Sie sich nach dem Lesen auch Zeit zum Verarbeiten. Lassen Sie die Kinder Fragen stellen und erklären Sie die Dinge in Ruhe. Solche Zeiten sind für Familien unschätzbar für das Zusammengehörigkeitsgefühl und für Kinder eine tolle Chance, um etwas zu lernen. Nehmen Sie sich für diesen Punkt ruhig viel Muße. Sie werden staunen, wie viel Sie währenddessen von Ihren Kindern und deren Ansichten und Fragen erfahren, was im Alltagstrubel sonst gerne einmal untergeht.

4. Frühstück im Bett

Zugegeben, dieser Punkt bedarf etwas Vorbereitung, denn wenn Sie sich morgens erst lange in die Küche stellen müssen, um das Frühstück vorzubereiten, kann es sein, dass Ihnen die Lust darauf direkt vergangen ist. Bereiten Sie also am besten abends schon alles vor, damit Sie morgens nur noch frische Zutaten zufügen müssen. Kleiner Tipp: Suchen Sie sich etwas aus, das nicht allzu stark kleckern kann. Aber seien Sie auch nicht zu streng, was den Faktor „gesundes Essen“ angeht. Gerade am Wochenende darf es schon einmal etwas Besonderes sein. Vielleicht wollen Sie diesen Punkt nicht in jedes Wochenendritual integrieren, weil Sie sonst nicht aus dem Bett finden. Planen Sie ihn dann also vielleicht nach besonders herausfordernden Wochen ein, damit Sie als Familie mal wieder so richtig schön abschalten können.

5. Ein Film im Bett

Natürlich gehört in ein Schlafzimmer eigentlich kein Fernseher. Aber wenn Sie die Möglichkeit haben, ihn am Wochenende umzuplatzieren, wäre das die eine Möglichkeit. Die andere Möglichkeit besteht logischerweise im Einsatz eines Laptops oder Tablets, über die Sie sämtliche Mediatheken und Streaminganbieter sehr einfach aufrufen können. Suchen Sie einen Film aus, der wirklich allen gefällt. Vielleicht wollen Sie – gerade mit mehreren Kindern – auch abwechselnd aussuchen lassen. Wichtig ist, dass niemand sich fürchten muss und das gilt gerade für kleinere Kinder. Es müssten also schon kindgerechte Inhalte sein. Der Film sollte auch nicht über Stunden gehen. Eine Stunde oder eineinhalb Stunden sind völlig ausreichend, denn wenn Sie es sich richtig überlegen, ist nach dieser Zeit plus vielleicht noch ein Frühstück und Ausschlafen der Vormittag schon fast vorbei. Das ist am Wochenende nicht so schlimm, aber Sie sollten das für Ihre restliche Tagesplanung bedenken.

6. Pläne schmieden

Wenn Sie für das Wochenende noch nichts geplant haben, wäre das doch ein tolles Bett-Ritual: Jeder darf seine Ideen vorbringen und Sie entscheiden sich gemeinsam für einen Punkt oder vielleicht eine Kombination aus mehreren oder sogar allen. Wichtig ist hier, dass wirklich jeder das sagen darf, auf was er Lust hat. Etablieren Sie als Regel, dass niemand einen Vorschlag negativ à la „Das ist doch blöd“ kommentieren darf. Denn sonst versucht am Ende nur jeder, Punkte zu erraten, die alle gleichermaßen mögen und Sie werden feststellen, dass es dann immer nur auf die zwei oder drei gleichen Aktionen hinausläuft. Wenn aber jeder wirklich das sagen darf, was er möchte, ohne negative Kommentare befürchten zu müssen, werden Sie vielleicht sogar überrascht sein, welche tollen Familien-Erlebnisse Sie dadurch erleben können.

7. Kissenschlacht

Zugegeben ein Ritual, das man mögen muss und für das die Kinder auch nicht mehr ganz so klein sein dürfen. Aber gerade das Familienbett mit viel Platz ist der perfekte Ort für eine ausgiebige Kissenschlacht. Bewaffnen Sie sich alle mit allen verfügbaren Kissen und legen Sie los. Wichtig ist bei diesem Punkt, dass es Regeln gibt. Wenn beispielsweise Brillenträger dabei sind, sollten diese ihre Brille entweder ablegen oder es darf nicht auf die Brille geworfen werden. Vielleicht wollen Sie auch generell das Gesicht ausnehmen. Beachten Sie unbedingt die Alarmzeichen, ab wann es zu viel und zu wild wird. Kinder erkennen diesen Punkt meistens erst, wenn schon einer weint.

8. Spielwiese

Auf dem Familienbett ist genug Platz für tolle Spiele. Auch dieser Punkt will vorbereitet sein. Legen Sie sich am besten abends schon die Spiele für den gemütlichen Morgen bereit. Dann fängt nicht erst das Suchen an, wenn es losgehen soll. Dabei sollten Spiele für die Kleinsten genauso dabei sein wie für ältere Kinder. Gerade in Familien mit mehreren Kindern kann das ein ganz schöner Spagat sein, der sich aber immer wieder lohnt. Denn das Spielen kann den Familienzusammenhalt ganz toll stärken, weil alle Spaß haben und sich spielerisch messen können.

9. Musikalischer Start

Der gemütliche Morgen im Bett kann auch eine tolle Gelegenheit sein, sich mal gegenseitig die Lieblingslieder vorzuspielen. Musikstreaming macht es möglich, dass jeder direkten Zugriff auf den Lieblingssong hat. Auch hier gilt wieder: Es darf nicht negativ kommentiert werden. Sie werden vielleicht sogar erstaunt sein, wer hier welche Lieder kennt und mag. Wenn Sie es besonders lustig gestalten wollen, können alle mitsingen oder nur derjenige, der gerade sein Lieblingslied präsentiert.

Auch hier spielt wieder die Größe des Familienbetts eine buchstäblich tragende Rolle – der Präsentierende darf sogar dazu tanzen.

Was ist sonst noch zu beachten?

Es mag absurd klingen, aber solche Bett-Rituale für das Wochenende wollen ein bisschen geplant sein und Sie brauchen dazu sogar ein paar Regeln, damit es nicht ausartet und sich jeder wirklich wohlfühlt. Diese Regeln sollten vor allen Dingen besagen, dass nichts in Stein gemeißelt ist. Sowohl Sie als Eltern als auch Ihre Kinder dürfen äußern, wenn Sie sich mit einem Ritual nicht mehr so wohlfühlen wie vielleicht noch vor ein paar Wochen. Dann überlegen Sie gemeinsam, wie Sie das Ritual anpassen könnten oder ob Sie es für eine Weile mal weglassen wollen. Gerade bei kleineren Kindern kann es wichtig sein, dass Sie als Eltern Ihre Kinder beobachten. Stellt sich noch immer der ultimative Gemütlich-Faktor ein oder wird es eher zur Last?

Viele Familien wünschen sich ein wenig Abwechslung bei solchen Ritualen. Sie können es sogar zu einem Teil des Bett-Rituals werden lassen, dass am ersten Wochenende im Monat Ritual-Abfolge 1, am zweiten Wochenende im Monat Ritual-Abfolge 2 und so weiter an der Reihe ist. Dadurch wissen Sie auch immer, wer sich auf welche Punkte ganz besonders freut.

Es gibt keine dummen Ideen. Jeder darf das vorbringen, was er möchte und das sollte nie negativ kommentiert werden. Das kann gerade mit älteren Kindern eine echte Herausforderung sein, besonders wenn die Null-Bock-Phase mal wieder sehr ausgeprägt ist. Jugendliche werden wahrscheinlich die Nacht gar nicht mehr im Familienbett verbringen, sondern sich in ihr eigenes Reich zurückziehen. Aber für das gemeinsame Bett-Ritual ist man doch eigentlich nie zu alt, zumindest solange man noch nicht erwachsen ist.

Rituale können auch im Sommer anders als im Winter sein. Wenn Sie noch nie Bett-Rituale ausgeübt haben, wäre das der richtige Zeitpunkt, sich einmal gemeinsam hinzusetzen und Ideen zu sammeln. Jeder darf alles vorschlagen und der gemeinsame Familienrat entscheidet, welche Rituale zuerst ausprobiert werden. Nach dem Ausprobieren tagt der Familienrat wieder und Sie entscheiden, welche Rituale als würdig erachtet werden, zum Familienritual zu werden. Auf diese Weise erarbeiten Sie sich im Lauf der Zeit eine schöne Sammlung an Ritualen. Notieren Sie sich diese ruhig und passen Sie sie immer wieder an. Sie werden sehen, was genau dieses Vorgehen Ihnen als Familie gibt.

Gerade wenn Sie mit kleineren Kindern im Familienbett sind, achten Sie auf die Sicherheit auch während der Rituale. Besonders förderlich ist hier der Rausfallschutz (verlinken), den Sie ruhig großzügig installieren sollten. Lassen Sie sich genügend Platz, dass Sie als Erwachsene ohne Hindernisse aus dem Bett kommen, gleichzeitig aber Ihr kleiner Schatz nicht aus dem Bett fallen kann.

Wenn Sie noch Fragen zu unseren hochwertigen Familienbetten haben, die in unserer Manufaktur in Handarbeit gefertigt werden und wie Sie diese an Ihre individuelle Familiensituation anpassen können – Stichwort Sicherheit – zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Wir freuen uns auf Sie.

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